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 Fehmarn 
Piraten der Insel
Legende und Wirklichkeit 
 
Auch auf Fehmarn gab es Piraten! Sie hatten ihre Festung am heutigen Südstrand gegenüber der Schwimmhalle. Die Burgruine Glambeck ist stummer Zeuge dieser Zeit. 
Der Legende nach soll der deutsche Freibeuter Störtebeker einen legendären Schatz in dieser Ruine oder irgendwo auf Burgtiefe versteckt haben. Anderen Sagen nach wird er in den Mauern des Störtebekerturms der Marienkirche in Marienhafe vermutet und auch Rügen wird genannt. Störtebeker ist ein gutes Beispiel für die Ambivalenz des Piratentums. Auf der einen Seite gilt er als gemeiner Räuber, der im Mittelalter dem Seehandel und vor allem der Hanse schweren Schaden zufügte. Andererseits ist sein Leben von Legenden und Heldentum umringt. Hufeisen soll er mit bloßen Händen gerade gebogen haben und die vier Liter Bier, die in seinen Becher passten, in einem Zug geleert haben. Das brachte ihm auch seinen Namen ein:“ Stör-te-beker“, was soviel heißt wie „Stürz den Becher“.  
Viele Leute sollen verärgert gewesen sein, als man „unseren Klaus“. in Hamburg hinrichten ließ. Die Legende besagt, dass Störtebeker noch auf dem Weg zum Henker einen großen Coup landete. Seine Leute sollten sich in einer Reihe aufstellen. Alle, an denen er ohne Kopf vorbeilaufen konnte, sollten begnadigt werden. Nachdem er den elften Mann gerettet hatte, warf der hinterhältige Henker ihm den Richtblock vor die Füße, damit er stolperte, so erzählt man. 
Ob der Pirat ein Vorfahre der Familie  Störtenbecker ist, weiß niemand genau zu sagen! 
 
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